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IIK News März 2022


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Mit Entsetzen schauen wir auf den russischen Einmarsch in der Ukraine.

Am Donnerstag, dem 24. Februar 2022, wurde die Ukraine auf Befehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom russischen Militär angegriffen. Eine Woche darauf waren laut der UN bereits über eine Million Menschen aus der Ukraine aufgrund des Krieges geflüchtet – diesen Sonntag, 06.03.2022, zählte die UN bereits 1,5 Millionen Kriegsflüchtlinge. In Deutschland sind bisher etwas über 50.000 Einreisen von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine registriert.

Am 04.03.2022 entschied der EU-Rat einstimmig, den massenhaften Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine einen vorübergehenden Schutz nach §24 Aufenthaltsgesetz in jedem EU-Land zu gewähren. Damit ist den Kriegsflüchtlingen mindestens ein Jahr Aufenthalt gewährt, sowie der Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Wohnraum, medizinische Versorgung und Bildung für Kinder (siehe Infos unter Beratung).

BERATUNG: UKRAINE FLUCHT & AUFENTHALT

Aufenthaltsrecht, Geld, Unterkunft
Проживання, забезпечення (гроші), проживання (ночі)

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Ukrainische Staatsangehörige mit einem biometrischen Pass dürfen sich erst einmal 90 Tage visumfrei in allen Schengen-Staaten aufhalten (Artikel 4 EU-Visum-Verordnung), also auch in Deutschland. Wer keinen Pass hat, muss vor Ort in der Ausländerbehörde erkennungsdienstlich behandelt (Fingerabdrücke, Foto) werden, um die Identität überprüfen zu lassen.

Die Aufenthaltsrechte nach §24 Aufenthaltsgesetz (Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz) können ab jetzt bei den zuständigen Ausländerbehörden beantragt werden. Dazu werden jede Woche ein paar Termine angeboten. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zum Erhalt eines Termins und Aufenthaltstitels können Übergangsbescheinigungen per E-Mail beantragt und per Post verschickt werden.

Dieses Schutzrecht betrifft folgende Personengruppen, die seit dem 24. Februar 2022 als Folge der militärischen Invasion Russlands aus der Ukraine vertrieben worden sind:

  • Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer als der Ukraine, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz gewährt bekommen haben
  • Familienangehörige dieser beiden Personengruppen

Sowohl mit dem Aufenthaltsrecht nach §24 sowie mit den Übergangsbescheinigungen sind folgende Rechte verbunden:

Jede Arbeitsaufnahme soll erlaubt werden.

Sozialleistungen/Sozialhilfe/Geld zum Leben kann beim Sozialamt beantragt werden. Per Telefon-Anruf werden Termine für die Beantragung vergeben: +49 511 168 42472
(Fachbereich Soziales, Hamburger Allee 25, 30161 Hannover).
Vor Erteilung der Aufenthaltserlaubnis besteht Anspruch auf Geld gem. § 1a Abs. 1 Nr. 1a Asylbewerberleistungsgesetz. Nach Erteilung der Aufenthaltserlaubnis durch die Ausländerbehörden besteht Anspruch gem. § 1a Abs. 1 Nr. 3a AsylbLG.

Kostenfreie Sprachkurse können mit den sogenannten Integrationskursen gem. § 44 Abs. 4 AufenthG möglich sein.

Wer eine Unterkunft braucht, kann sich zunächst in der Erstaufnahmeeinrichtung in Bad Fallingbostel / Oerbke melden:

Ankunftszentrum Fallingbostel-Oerbke
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen
Hartemer Weg 100
29683 Oerbke
Tel.: 05162 9010-100

Wer nicht bis dahin reisen kann, kann vorerst hier schlafen:
Feuerwache 1: Feuerwache 1 am Goetheplatz, 30169 Hannover
Feuerwache 2: Auf d. Klappenburg 3, 30419 Hannover

Eine Gruppe von zivilgesellschaftlichen Organisationen hat eine hilfreiche Website erstellt, über die eine private Unterbringung vermittelt wird. Wer bei Privatpersonen unterkommen will oder selbst Kriegsflüchtlinge aufnehmen kann, kann sich hier registrieren:
www.unterkunft-ukraine.de

ZUSAMMENLEBEN IN VIELFALT

Workshops, Weiterbildungen, Filmvorführung und nächster Ausstellungsort von unserem Anti-Diskriminierungsprojekt

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Ende Februar, am 26.02.2022, fand der erste diesjährige Empowerment-Workshop von unserem Antidiskriminierungs-Projekt Zusammenleben in Vielfalt (ZiV) statt.

Gerüstet mit Hygiene-Konzept und Masken gegen die hohen Inzidenzzahlen konnten wir den Workshop in Präsenz durchführen. Durch die lebhafte und solidarische Gestaltung des Moderator Eby Bakari Tangara (IIK Migrationsberatung/Präsident des ADV-Nord e.V.) fühlten sich die Teilnehmenden schnell ermutigt, von ihren eigenen Erfahrungen mit Rassismus zu berichten und sich auszutauschen. Die Gruppe schmiedete außerdem neue mediale Kooperationen und weitergehende Pläne zur Vermittlung von Projektergebnissen an die Stadtgesellschaft.

Beim nächsten Empowerment-Workshop bist du dabei?

Der genaue Termin für den nächsten Workshop im März/April wird noch bekannt gegeben, Interessierte können sich aber gerne schon jetzt melden: ziv@iik-hannover.de

Auch unsere Medien-Workshops laufen auf den Abschluss eines neues ZiV-Projektfilms zu. Wir sind sehr gespannt. Den erste Film der ZiV-Teilnehmenden Wir sind Held*innen gibt es bereits bei YouTube zu sehen.

Welche Aktionen und Projektbausteine liegen bei ZiV in den nächsten Wochen an?

Die neuen Workshops, in denen engagierte Rassismus-Erfahrene als Multiplikator*innen ausgebildet werden, sind bereits für Mai und Juni geplant. Ende Juni wird außerdem eine Fachtagung über das ZiV-Projekt und die gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse der Teilnehmer*innen stattfinden.

Wer an einem Empowerment Workshop teilnehmen, eigene Ideen oder Kooperationen einbringen, sich als Multiplikator*in ausbilden möchte oder auch einfach an den Projektergebnissen und -bausteinen interessiert ist – der kann sich gerne bei unseren ZiV-Projektleitungen unter ziv@iik-hannover.de melden.

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Neuer Ort unserer Wanderausstellung Zusammenleben in Viefalt: Kino im Künstlerhaus vom 15.3. bis 27.03.2022.

Im Zuge der Internationalen Wochen gegen Rassismus bietet das Kino im Künstlerhaus (KoKi) mit u.a. der IIK als Kooperationspartner eine Filmreihe gegen Rassismus an:
BLACK? WHITE? HUMAN!!

Am 15.März beginnt um 17:00 Uhr die Auftaktveranstaltung von Koki und um 19:00 Uhr zeigen wir dort unseren ZiV-Projektfilm Wir sind Held*innen. Im Anschluss wird unsere Ausstellung Zusammenleben in Vielfalt dann vom 15.03. bis zum 27.03.2022 im Foyer des Kinos im Künstlerhaus präsentiert.

Kino im Künstlerhaus
Kommunales Kino
Sophienstraße 2
30159 Hannover
www.koki-hannover.de

DEUTSCHKURSE

Wir bleiben präsent.

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Die neuen Kurse sind angelaufen. Die Stühle besetzt, die Wartelisten lang, das ehrenamtliche Engagement groß: unsere Deutschkurse von A0 bis B1 auf dem Faust Gelände in Linden-Nord laufen wie am Schnürchen.

Unsere Deutschkurse sind nur mit dem behaarlichen Engagement unserer haupt- und ehrenamtlichen Unterstützer*innen möglich.

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Während viele Sprachkurs-Anbieter in den letzten Wochen und Monaten nur digitalen Unterricht anboten, trotzten unsere haupt- und ehrenamtlichen Deutsch-Lehrkräfte den schwierigsten Corona-Bedingungen - und standen jeden Tag in Präsenz (mit Maske, Impfung und Test) vor der Tafel, um Geflüchtete und Migrant*innen beim Deutsch-Lernen zu unterstützen.

Unsere Sprachkurse sind kostenfrei und nicht an asylrechtlichen Kriterien gebunden, sondern für alle mit Flucht- und Migrationsgeschichte offen. Diese Angebote sind rar in Hannover!

Danke, dass ihr das möglich macht: Macia, Wolfgang, Rajiny, Pete, Jelka, Minou und Mareen, sowie Hevar, Wiebke, Paul, Tabea, Lisa, Armin und Kai. Und zukünftig unterstützt durch Vasilii und Lili. Tolle Truppe!

Du hast Lust, ehrenamtlich aktiv zu werden und Menschen aus den verschiedensten Kulturen kennenzulernen und zu unterstützen?

Melde dich im Büro bei David: info@iik-hannover.de oder 0511 – 440 484

GeTeS - Gemeinsam Teilhabe stärken

Unser glitzerneuesTeilhabe-Projekt

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„Gelungene“ Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Geflüchteten und Migrant*innen
bedeutet mehr als nur Deutschkenntnisse, Wissen über Land und Gesetze und eine Einbindung in den Arbeitsmarkt. Teilhabe findet auch und gerade beim gesellschaftlichen (ehrenamtlichen) Engagement statt, sei es in sozialen, politischen oder kulturellen Feldern. In Deutschland ist das bürgerschaftliche Engagement eine etablierte Struktur unseres demokratischen Zusammenlebens und eine viel gelebte Form der Teilhabe an unserer Gesellschaft.

Die Teilhabechancen sind jedoch nicht gleich verteilt. Die Gruppe der zugewanderten Menschen ist im ehrenamtlichen Sektor stark unterrepräsentiert und somit von Mitwirkung und Teilhabe ausgeschlossen.

In dem neuen Projekt GTS wollen wir niedrigschwellige Gelegenheiten schaffen, durch eigenes Engagement gesellschaftliche Teilhabe zu verbessern und zu erweitern.
In den regelmäßigen Treffen von GTS werden mit neuen und bekannten Teilnehmer*innen folgende Fragen besprochen und geklärt:

Was bringst du an Interessen und Kompetenzen mit, wo möchtest du dich engagieren und wie können diese Ziele möglichst optimal erreicht werden?

Die Projektteilnehmdenen werden durch Weiterbildungs- und Fortbildungsangebote begleitet und ausgebildet. Während verschiedener Festivitäten des Projektes werden neue Kontakte oder Initiativen, neu erlernte Fähigkeiten und vorangetriebene Projekte vorgestellt.

Interessiert ? Komm gerne einfach vorbei zu unseren Treffen. Nächster Termin ist voraussichtlich am Dienstag, 29. März 2022, auf dem Faust Gelände.

Infos gibts hier: info@iik-hannover.de oder 0511 440 484

MITEINANDER 55+

Corona-Pause des Projektes vorbei

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In kleinster Runde konnte im Februar endlich ein erstes Auftakttreffen stattfinden, um den weiteren Verlauf der zukünftigen Treffen für ältere Menschen mit Migrationsgeschichte zu planen.

Viele hatten uns berichtet, dass sie die geselligen Treffen mit gemeinsamer Koch- und/oder Malaktionen vermissten. Ab März wollen wir die Treffen dann endgültig wieder aufleben lassen. Genauer Termin wird noch bekannt gegeben.

Menschen ab 55 Jahren mit Flucht- oder Migrationskontext, die sich austauschen möchten und gemeinsame Abende mit Kochen, Essen, Plaudereien verbringen möchten, können sich gerne im IIK Büro melden, um auf die Listen der Einladungen für die Treffen der Miteinander55+Gruppe aufgenommen zu werden: info@iik-hannover.de

GREMIEN

IIK mit MiSO im Kommunalen Präventionsrat (KPR) der Stadt Hannover

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Letztes Jahr ist unser Dachverband, das MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk e.V. (MiSO), dem Kommunalen Präventionsrat (KPR) Hannover aufgrund der gemeinsamen Zielsetzung vom KPR und MiSO, als weiteres Mitglied beigetreten.

Im KPR arbeiten Behörden, Einrichtungen und andere Institutionen zusammen, um Gewalt und Kriminalität präventiv zu verhindern.

Die IIK und MiSO setzen sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben in der Landeshauptstadt Hannover ein. Durch interkulturellen Austausch und Förderung von gleichberechtigter Teilhabe gehen wir wie der Kommunale Präventionsrat (KPR) präventiv gegen Kriminalität und Gewalt vor – insbesondere mit dem Fokus auf Migration und Teilhabe.

Runder Tisch für Gleichberechtigung, gegen Rassismus

Letzten Montag, am 28.02.2022, fand wieder eine der regelmäßigen (inzwischen digitalen) Plenarsitzungen des Runden Tisches für Gleichberechtigung, gegen Rassismus statt.
Thema war der Prozess der Entwicklung des WIR 2.0-Konzepts - Konzept zum Zusammenleben in der Einwandererstadt Hannover.

Außerdem hat das Plenum mit Sigmar Walbrecht vom Flüchtlingsrat Niedersachsen und Lipi-Mahjabin Ahmed, Leitung der IIK e.V., zwei weitere Mitglieder in den Lenkungskreis des Runden Tisches gewählt.

Das Gremium des Runden Tisches für Gleichberechtigung, gegen Rassismus ist ein Forum für fachlichen Austausch und praxisbezogene Zusammenarbeit. Das Ziel ist, ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, ihrer Herkunft, Weltanschauung, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung in der Stadt Hannover zu fördern.

Integrationsbeirat Linden-Limmer

Die Sitzungen des Integrationsbeirates (IBR) Linden-Limmer finden inzwischen komplett digital statt. Aktuell kommen 21 Mitglieder im 2019 gegründeten Integrationsbeirat zusammen - Menschen mit Migrationshintergrund, Personen mit guten Kenntnissen und Verbindungen im Stadtbezirk als so genannte "Multiplikator*innen" sowie Bezirksratsmitglieder.
Entstanden ist der IBR Linden-Limmer auf der Grundlage des Loaklen Integrationsplanes bzw. umbenannt WIR 2.0-Konzepts.

Der Integrationsbeirat kann Zuwendungsanträge bewilligen, die das interkulturelle Zusammenleben, die Gleichberechtigung und Teilhabe aller fördern. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung trifft der Bezirksrat Linden-Limmer.

IIK NEWS

Neues Vorstandsmitglied

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Wir bergüßen Waltraud Perk als unser neustes IIK-Vorstandsmitglied.
Ihr Motiv für die Vorstandsarbeit in unserem Verein passt eindeutig zu uns: „Ich interessiere mich für eine Vielfalt von Kulturen und stehe ein gegen Ausgrenzung, Gewalt undRassismus.“

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Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
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