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IIK Newsletter Mai 2021

IIK e.V.
Liebe Freund*innen der IIK, liebe Interessierte an der interkulturellen Vereinsarbeit,

die Sonne lockt, die Inzidenzen fallen. Wir starten den Juni hybrid. Einige der Deutschkurse werden digital, andere in Präsenz durchgeführt. Die Move it Gruppe trifft sich ab dem 8. Juni wieder in persona auf dem Faustgelände. Unsere Beratung für Geflüchtete und Menschen mit Migrationsbiographie wird durch mehr Präsenztermine ebenfalls vereinfacht, erweitert und kommunikativer.

Die Auftaktveranstaltung von Zusammenleben in Vielfalt (ZIV) am 28. Mai lief noch digital, die ersten Termine unseres neuesten Projektes zum deutschen Kolonialismus und seinen Folgen sind für Juli bereits voll in Präsenz geplant.
Wir freuen uns auf die warmen und geselligeren Zeiten.

IIK e.V.

AKTUELLES

Workshopreihe zum Deutschen Kolonialismus und seinen Folgen

IIK Projekt Deutscher Kolonialismus
Nach über 100 Jahren längst überfällig und doch neuartig: Deutschland will die Kolonialverbrechen an den Herero und Nama im heutigen Namibia anerkennen.
Zwischen 1904 und 1908 haben deutsche Truppen im damaligen "Deutsch-Südwestafrika" ca. 65.000 von 80.000 Herero und mindestens 10.000 von 20.000 Nama getötet.

In den nächsten Wochen wollen die Regierungen von Namibia und Deutschland eine gemeinsame Erklärung unterschreiben, um den Völkermord zumindest politisch-moralisch anzuerkennen. Das Abkommen wird kritisiert, da sich viele Nachkommen der Herero und Nama bei den jahrelangen Verhandlungen nicht eingebunden fühlten. Außerdem sollen Entschädigungszahlungen an die namibische Regierung für einen infrastrukturellen Ausbau der betroffenen Gemeinschaften, anstatt direkt an die traditionellen Anführer*innen der Herero und Nama gezahlt werden.

Die deutsche Anerkennung muss nun zu einer umfassenden Aufarbeitung und Bildungsarbeit über den (deutschen) Kolonialismus und seinen Folgen führen.

Die IIK veranstaltet zwischen Juli und Dezember ganztägige Workshops zu genau diesem Thema. Workshopleiter Derviş Dündar führt interessierte Menschen durch Workshops zu verschiedenen Bereichen der Reihe „Der deutsche Kolonialismus und die Folgen für die Gegenwart“.
Zu folgenden fünf Workshops nehmen wir bereits Anmeldungen entgegen:
  1. Mittwoch - 28.07.2021 | Kolonialismus - Begriff, Geschichte, Gegenwart
  2. Mittwoch - 04.08.2021 | Kolonialismus und Rassismus - Zusammen, was zusammengehört
  3. Mittwoch - 22.09.2021 | Kolonialismus und Nationalismus - "Volk ohne Raum"
  4. Mittwoch - 06.10.2021 | Vergangenheit und Gegenwart - Heutige Diskriminierungsformen und was diese mit Kolonialismus zu tun haben
  5. Mittwoch - 13.10.2021 | Thema: Historischer Stadtrundgang

Die einzelnen Workshops sind jeweils von 13:00 - 19:00 Uhr in Präsenz geplant, die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung: info@iik-hannover.de | 0511 440484

Bitte bei der Anmeldung Name, Telefonnummer, E-Mailadresse und die gewünschten Termine angeben.

Dieses Projekt veranstalten wir im Rahmen unsere Netzwerkes ALBuM zusammen mit unserem Kooperationspartner Tolstoi e.V.
In dem Netzwerk ALBuM arbeiten 13 Migrationsorganisationen und Bildungseinrichtungen in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover zu dem Projekt „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ zusammen.

ZUSAMMENLEBEN IN VIELFALT (ZiV)

Erster Workshop als Auftaktveranstaltung durchgeführt

ziv Logo Newsletter

Das neue Projekt Zusammenleben in Vielfalt ist gut gestartet.
Verschiedene Bausteine des Projektes sind bereits voll im Gange. Durch persönliche Gespräche werden viele Erfahrungen von Alltagsrassimus an uns herangetragen. Einige Teilnehmer*innen des Projektes sind bereits dabei, über ihre Erfahrungen einen Film zu drehen. Der erste Antirassismus und Empowerment-Workshop fand gerade am 28. Mai mit der erfahrenen Trainerin Sabrina Rahimi statt. Der Workshop war voll ausgebucht, die Reaktionen durchweg positiv. Durch den geschützten Austausch und das Benennen von Rassismusformen in vielen Bereichen wurde sehr deutlich, wie oft und weitreichend viele von uns jeden Tag diskriminiert werden.

Wir nehmen ab jetzt Anmeldungen für die nächsten Workshop-Termine an:
23. Juni um 17:30 Uhr
29. Juni um 10:00 Uhr
24. Juli um 10.00 Uhr

Wenn es die Lage zulässt, dann können sich die Teilnehmenden bei dem nächsten Workshop am 23. Juni persönlich treffen.

Die Workshops richten sich explizit an Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind und keinen deutschen Pass besitzen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen telefonisch, persönlich oder per E-Mail an ziv@iik-hannover.de

Für die Öffentlichkeit werden künstlerische Ausstellungen, ein Methodenkoffer, ein Fachtag sowie Präsentationen und Diskussionen in der Stadtgesellschaft angeboten.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations-und Integrationsfonds kofinanziert. Weitere finanzielle Mittel kommen von der Landeshauptstadt Hannover und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung.
Projektpartner sind Medienwerkstatt Linden e.V., MigrantInnenSelbstorganisationen-Netzwerk Hannover e.V. (MiSO), Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB) und Faust e.V.

Aktuelle Infos zum Projekt: Projektwebsite

BERATUNG

Fenster- und Bürogespräche

IIK Beratung furchs Fenster
Auch für unsere Beratungsarbeit werden Präsenztreffen wieder vieles erleichtern. Die Kommunikation kann wieder mit Gesten unterstützt werden, Papiere können besser gesichtet werden, wir können direkter mit Ratsuchenden zusammenarbeiten. Ganz einfach: die Beratung wird wieder menschlicher.

Wer Fragen hat oder Unterstützung benötigt, kann uns gerne zunächst per Telefon oder E-Mail kontaktieren.

Beratung@iik-hannover.de | 0511 440484

DEUTSCHKURSE

Frischer Wind

Deutsch lernen bei der IIK

Ab der zweiten Juniwoche wollen wir auch mit unseren Deutschkurse wieder vor Ort auf dem Faustgelände in Linden Nord starten. Monatelange digitale Durchführungen haben zu einem Verlust von vielen Teilnehmenden geführt. Für einige waren die Online-Angebote schlichtweg abschreckend, einigen fehlte die technische Ausstattung oder der Zugang zum Internet und bei anderen wiederrum reichten die digitalen Kenntnisse nicht aus.
Nun werden alte Plätze reaktiviert, neue Anmeldungen werden noch entgegengenommen.

Interessierte melden sich am besten bei David telefonisch oder per E-Mail unter:
info@iik-hannover.de | 0511 440 484

MOVE IT

Auftakt in Präsenz Anfang Juni geplant

Move it Medienkompetenz
Das Projekt ‚Move it – du bewegst‘ hat das Ziel, junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung bei ihrer Kompetenzerweiterung zu unterstützen, ihre Identität zu festigen und zu zivilgesellschaftlichem Engagement zu ermutigen. Möglichkeiten zur Teilhabe erarbeiten wir uns in drei verschiedenen Bildungsbereichen: Demokratie und Gleichstellung, Medienkompetenz und Meinungsfreiheit sowie Selbstkompetenz.
Wir haben die Schokoladenkekse, die gesüßten Teekannen und auch die ausgefallenen Umarmungen oder freundlichen Begrüßungsgesten akzeptiert, wir haben die Nebengespräche heruntergeschluckt, wir haben das Basteln reduziert und einfach digital das Beste daraus gemacht.

Und wir haben gesehen: auch digital können wir voneinander lernen und miteinander lachen.

Trotzdem sind wir besonders für unser geselliges Jugendprojekt „Move it“ glücklich, uns jetzt wieder in live treffen zu können. Der erste Präsenztermin soll am 8. Juni stattfinden. Wir sind schon aufgeregt. Diesen Termin wollen wir besonders würdigen (auch wenn wir die Kekse wahrscheinlich erstmal weglassen) und somit wird das erste Präsenz-Thema gemeinsam mit der ganzen Gruppe eine Woche vorher festgelegt: am 1. Juni in unserer üblichen Videokonferenz dienstagabends um 18 Uhr.

Präsenztermine werden auf unserer Website angekündigt: Projektwebsite

GREMIENARBEIT

Wir sind Hannover — Zusammenleben in der Stadt. Strategien für Migration und Teilhabe

Stadt Hannover
Wie steht es eigentlich um den „Integrationsplan“ der Stadt Hannover?

„WIR-2.0“ ist inzwischen der aktuelle Name des Plans für ein vielfältiges Zusammenleben der Stadt Hannover. Die Lenkungsgruppen haben bereits ein Strategiepapier entwickelt, auf dessen Grundlage derzeit ein Ziel- und Maßnahmenkatalog mit den Expert*innengruppen entwickelt wird. In diesen arbeiten Verwaltungsfachleute der Stadt mit externen Migrant*innenselbstorganisationen, Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Ende 2021 soll der neue WIR-2.0 dann beschlussreif sein.

Kürzlich fand die digitale Großveranstaltung „Einzigartig Vielfältig“ der Stadt Hannover als Ersatz für die in Präsenz geplanten Aktionswochen statt. Als Talkgast war die Sozialdezernentin Sylvia Bruns eingeladen, durch die Show führte Journalist Jan Egge Sedelies. Der als Beteiligungs- und Diskussions-tool zur Verfügung gestellte Chat wurde einzigartig genutzt, aber nicht für jede*n besonders vielfältig:
“Bisher sind hier nur Vertreter*innen der Landeshauptstadt zu Wort gekommen. Das nenne ich nicht vielfältig!” schrieb MiSO-Vorstand Tatiana Czepurnyi vom Verein Tolstoi mitten in den Austausch.
Viele der anwesenden Migrant*innen fühlten sich hier als Alibi-Gäste. Der Wunsch, die Offenheit und Bereitschaft für eine konstruktive Zusammenarbeit und bunten Teilhabe ist weiterhin groß. Lasst uns vielfältig zusammenarbeiten.
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Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.
Lipi Mahjabin
Zur Bettfedernfabrik 1
30451 Hannover
Deutschland

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